Karin-Maria Hoffmann

Stand 12.8.2015

PIBB Psychiatrie Initiative Berlin Brandenburg GmbH

ist die geschäftsführende Managementgesellschaft der PIBB GmbH & Co KG und wirtschaftlich zuständige Organisationsform des VPsG; die 15 Gesellschafter sind aus den alten und neuen Vorständen des VPsG gebildet und werden ergänzt durch Vertreter aus den Kliniken in Berlin und Brandenburg sowie der psychosozialen Träger und psychiatrischen Pflegedienste. Die PIBB ist Vertragspartner der Krankenkassen bei den Verträgen zur integrierten Versorgung.

PIBB GmBH & Co KG

ist die Kommanditgesellschaft, in die alle VPsG-Mitglieder eintreten können, wenn sie an der IV teilnehmen wollen. Die vormalige Regelung, wonach alle IV-Leistungser- bringer auch Kommanditisten sein müssen, wurde u. a. wegen hemmender bürokratischer Erfordernisse aufgegeben. An der IV können jetzt auf Basis eines Kooperationsvertrages mit der PIBB alle im SGBV zugelassenen Leistungserbringer teilnehmen, soweit sie denn Mitglied im VPsG sind.

Stand 12.8.2015

Was sind Logistikkosten?

Es handelt sich hierbei um Kosten für die Struktur, Organisation und Weiterentwicklung der Integrierten Versorgung der PIBB (u. a. für Rechts- und Steuerberatung, Buchhaltung, Teilnehmerverwaltung, Abrechnung, Geschäftsführung, Netzmanagement, QM). Zur Teilnahme an dem IV-Netz gehört auch eine Beteiligung an diesen Kosten.

In welcher Höhe fallen Logistikkosten an?

Die Logistikkosten fallen prozentual bezogen auf das Abrechnungsvolumen an. Aktuell sind die Logistikkosten wie folgt:

AOK Pflege und Soziotherapie 5%
BKK-VBU Alle 5%
DAK Typ A Alle 5%
  n

Wie werden die Logistikkosten verrechnet?

Die Abrechnung erfolgt ausschließlich und in vollem Umfang über die PIBBnet der Firma samedi. Die konkrete Höhe wird durch die Gremien und die Geschäftsführung der PIBB jährlich festgelegt. Der IV-Netzteilnehmer erhält über die Berechnung einen Beleg.

Stand 12.8.2015

Für welche Leistungen müssen Leistungsnachweise angelegt werden?

Für folg. therapeutische Maßnahmen und Leistungen müssen in PIBBnet stets Leistungsnachweise angelegt werden:

Psychiatrische Pflege (AOK, DAK Typ A, BKK)

Soziotherapie (AOK, DAK Typ A,  BKK)

Psychotherapie (DAK Typ B: zum 31.3.2015 ausgelaufen)

Psychoedukation (AOK, DAK Typ A und BKK-VBU)

Rehasport (DAK Typ B)

 

Wann legen Sie einen Leistungsnachweis an?

Sie können einen Leistungsnachweis anlegen, sobald eine Verordnung in PIBBnet vom behandelnden Arzt an Sie übermittelt wurde.

 

Wie legen Sie einen Leistungsnachweis an?

Sie gehen in PIBBnet in die Fallansicht bei dem betr. Patienten.

Dann klicken Sie ganz rechts neben der Fallüberschrift (z. B. DAK Typ A) auf das grüne Symbol mit dem kleinen Pluszeichen (Neues Formular für den Fall).

Es öffnet sich ein Fenster, in dem Sie dann das Formular Leistungsnachweis auswählen/anklicken können.

o Folg. Abkürzungen gelten: HPK = Pflege; ST = Soziotherapie; PE = Psychoedukation

Dann klicken Sie auf den Button Anlegen, damit wird der neue Leistungsnachweis generiert.

 

Wie füllen Sie einen Leistungsnachweis aus?

Unter der Überschrift Einsätze finden Sie den Button Neuer Einsatz und geben hier das Datum, ggf. die Start- und Enduhrzeit sowie ggf. das Kürzel für Ihr Handzeichen ein.

SPEICHERN nicht vergessen!

Freigabe: Bitte geben Sie den Leistungsnachweis für den behandelnden Arzt und die PIBB (voreingestellt) und ggf. für die Kasse frei.

 

Wann dokumentieren Sie Ihre Leistungen?

Die Dokumentation Ihrer Einsätze sollte zeitnah, d. h. in der Regel innerhalb von 3 Arbeitstagen erfolgen. Besonders wichtig ist dies zum Ende eines Verordnungszeitraums bzw. dann, wenn der Arzt eine neue Verordnung ausstellt.

 

Für welchen Zeitraum legen Sie einen Leistungsnachweis an?

Die Leistungsnachweise bei den IV-Verträgen DAK Typ A,  BKK-VBU müssen immer MONATLICH angelegt werden.

 

Ausnahme: Bei der AOK gelten für psych. Pflege und Soziotherapie folg. abweichende Regelungen:

  • Psych. Pflege:
    • Der Leistungsnachweis endet spätestens am Ende eines Verordnungszeitraums, er MUSS immer am Ende einer Behandlungswoche enden.
  • Soziotherapie:
    • Pro Verordnungszeitraum wird ein Leistungsnachweis angelegt.

Wofür ist der Leistungsnachweis noch wichtig?

Der Leistungsnachweis dient der Dokumentation ihrer Leistungen und ist außerdem die Grundlage für die Abrechnung

Siehe auch:

Stand 12.8.2015

Was ist mit Leistungserbringer-Beitritt zum IV-Vertrag gemeint?

Einmalig zu Beginn müssen Sie für die Teilnahme an einem IV-Vertrag ein spezielles Formular in der Dokumentationsplattform PIBBnet anlegen und ausfüllen. Dies erfordert das System, damit Sie dann auf alle für Sie relevanten Formulare Zugriff haben und damit die PIBB Sie als IV-Netzteilnehmer identifizieren kann.

Muss ich das für jeden IV-Vertrag einzeln machen?

Ja, Sie müssen für jeden IV-Vertrag ein gesondertes Formular ausfüllen. Sofern Sie beispielsweise an dem IV-Vertrag der AOK und der DAK Typ A teilnehmen möchten, müssen Sie zwei Formulare anlegen (Leistungserbringer Beitritt zum AOK IV-Vertrag, Leistungserbringer Beitritt zum DAK IV-Vertrag Typ A).

Wo finde ich die Formulare?

Alle Formulare finden Sie in der PIBBnet.

Wann muss ich das Formular ausfüllen?

Am besten erledigen Sie das gleich zu Beginn Ihrer Teilnahme an einem IV-Vertrag, d.h. konkret bei dem ersten Patienten, den Sie in der IV betreuen. Sollten Sie das noch nicht gemacht haben, können Sie es jedoch auch später problemlos nachholen.

Wie geht das Anlegen und Ausfüllen des Formulars?

  • Sie wählen einen  Patienten aus, der in dem IV-Vertrag, dem Sie beitreten möchten,  behandelt wird,  und gehen in die Fallansicht.
  • Dann klicken Sie auf Neues Formular für den Fall.
  • Es öffnet sich ein Fenster. Hier wählen Sie unter Formular aus der Auswahlliste das betreffende Formular aus (z. B. Leistungserbringer Beitritt zum AOK IV-Vertrag).
    • Sofern Sie in PIBBnet Ihre Stammdaten eingegeben haben, sollten in dem Formular Ihre persönlichen Daten bereits eingetragen sein.
    • Sollten Ihre persönlichen Daten hier nicht angezeigt werden, ergänzen Sie diese bitte zunächst in den Einstellungen, wie unter PIBBnet beschrieben.
          Siehe auch: PIBBnet – Was sollten Sie nach dem ersten Einloggen tun?
    • Ganz unten unter Hinweis das Häkchen nicht vergessen, dass Sie alle Angaben nach besten Wissen getroffen haben.
  • SPEICHERN
  • Freigabe für die PIBB

Stand 15.6.2016

Für psychiatrische Pflege- und Soziotherapieleistungen  stehen in der IV flexiblere und umfangreichere Einsatzmöglichkeiten als in der Regelversorgung zur Verfügung. Bei der DAK und der BKK-VBU gelten bestimmte Kontingente für den Einsatz der Leistungen, deshalb ist es hier besonders wichtig, die Verordnung und den Einsatz der pflegerischen und soziotherapeutischen Leistungen für die gesamte Dauer der IV-Behandlung zu planen und einzuteilen. Bei der AOK gibt es kein festgelegtes Kontingent, aber Empfehlungen der PIBB für den Umfang der Verordnung. Hier sollte besonders auf einen bedarfsangepassten, aber auch maßvollen Einsatz der psychiatrischen Pflege geachtet werden.

Einen Überblick über die geltenden Regelungen in den verschiedenen IV-Verträgen gibt die folg. Übersicht.

AOK Kein vorgegebenes Stunden-Kontingent, aber:Aufgrund des Budgets sollen Pflege- und Soziotherapieleistungen nur bei etwa 10% (Richtgröße) der insgesamt in den IV-Vertrag eingeschriebenen Patienten verordnet werden.

Umfang der Verordnungen Psychiatrische Pflege:– Die Erstverordnung für max. 92 Tage sollte nicht mehr als 76 Einheiten umfassen.
– Die Folgeverordnung sollte nicht mehr als 56 Einheiten, die dritte VO nicht mehr als 24 Einheiten und die vierte VO nicht mehr als 12 Einheiten umfassen (Degression).
– Eine Degression der Leistungen sollte angestrebt werden.
– Eine Verordnung an 7 Tagen der Woche sollte nur im Ausnahmefall und bei entsprechender Indikation (z. B. bei akuter Krise, zur Vermeidung eines stationären Aufenthaltes) erfolgen.

Umfang der Verordnungen Soziotherapie:

– Die Verordnung für einen Verordnungszeitraum sollte nicht mehr als 15 Stunden umfassen.

Siehe auch:

AOK – Hinweise zur Verordnung von Pflege und Soziotherapie

BKK-VBU Es gibt für psychiatrische Pflege und Soziotherapie ein festgelegtes Stundenkontingent. Das gemeinsame Gesamtkontingent beträgt bei 1 Jahr IV-Behandlung 75 Stunden und bei 2 Jahren IV-Behandlung 140 Stunden.Psychiatrische Pflege:Das Gesamtkontingent kann voll ausgeschöpft werden, sofern keine Soziotherapie verordnet wird.Soziotherapie:Das maximale Teilkontingent für die Soziotherapie umfasst 120 Stunden. Dieses darf nicht überschritten werden.
DAK
(Typ A)
– Es gibt für psychiatrische Pflege und Soziotherapie ein festgelegtes gemeinsames Gesamtkontingent.- Dieses beträgt insgesamt 145 Std. in 2 Jahren IV-Behandlung.- Von diesem Gesamtkontingent dürfen jedoch nur insgesamt 120 Std. für Soziotherapie erbracht werden.

Die folg. Ausführungen gelten ausschließlich für die DAK (Typ A)!

Was tun bei Überschreitung des Kontingents?

Grundsätzlich gilt, dass die Kontingente für Pflege und Soziotherapie bindend sind und der Arzt und der Pflegedienst bzw. Soziotherapeut die Verordnung und die Erbringung der Leistungen für die gesamte Dauer der IV-Behandlung und auch unter dem Aspekt der begrenzten Ressourcen planen sollte.

Wenn das Soziotherapie-Kontingent von 120 Std. ausgeschöpft ist:

Es sollte immer geprüft werden, ob eine Indikation für die psychiatrische Pflege besteht. Sofern bisher keine psychiatrischen Pflegeleistungen verordnet wurden, steht hier noch ein Restkontingent von 145–120 = 25 Stunden zur Verfügung.

Wenn das Gesamt-Kontingent von 145 Std. ausgeschöpft ist:

In absoluten Einzelfällen kann ein entsprechender Antrag in der Regelversorgung gestellt werden. Das Procedere ist dann wie folgt:

o Das Antragsformular für Soziotherapie in der Regelversorgung wird verwendet, hier erfolgt schriftlich ein Hinweis auf die laufende IV-Behandlung.

o Telefonat mit dem zuständigen Gesundheitsberater der DAK, Hinweis auf die IV.

o Schriftliche Einzelfalldarstellung mit Begründung der Indikation.

o Die Prüfung erfolgt durch den MDK.

o Bei positivem Bescheid bitte:

    • Faxkopie der Verordnung (Arzt) an die PIBB,
    • Kopie der Kostenübernahme an PIBB

Siehe auch:

Leistungsnachweise

Stand 12.8.2015

Für die verschiedenen Berliner Bezirke bzw. Regionen Brandenburgs gibt es jeweils regionale Koordinatoren der IV. Diese sind für Sie erste Ansprechpartner bei allen Fragen, die die IV betreffen. Die regionalen Koordinatoren unterstützen den Aufbau des Netzes in ihrer Region und organisieren die Treffen der regionalen Behandlerkonferenzen und der regionalen fachpsychiatrischen Arbeitskreise (siehe auch B – Behandlerkonferenzen und F – Fachpsychiatrische Arbeitskreise).

Berlin

Charlottenburg-Wilmersdorf
 Dagmar Bach dagmar.bach@web.de 030 – 381 44 90
Friedrichshain-Kreuzberg
 Annette Rindtorff praxis@rindtorff.de 030 – 429 79 07
 Monika Schäfer-Ligustro schaefer.ligustro@yahoo.de 030 – 55 49 63 73
Lichtenberg / Marzahn-Hellersdorf / Hohenschönhausen
 Matthias Stieglitz matthias.stieglitz.praxis@t-online.de 030 – 971 45 26
Mitte
 NN
Neukölln / Treptow-Köpenick
 NN
Pankow-Prenzlauer Berg
 Stephan Frühauf praxis_fruehauf@web.de 030 – 47 53 88 72
 Wolfgang Köller koeller@npbk.de 030 – 927 84 02
Reinickendorf
 Joachim Schaal Dr-Joachim-Schaal@t-online.de 030 – 496 40 76
Spandau
 Elisabeth Gugel e.gugel@mvz-heerstrasse.de 030 – 36 47 09 20
Steglitz-Zehlendorf
 Alicia Navarro Urena anavu@arcor.de 030 – 792 90 42
Tempelhof-Schöneberg
 Eva Freitag evafreitag@t-online.de 030 – 563 72 21

Brandenburg

Dahme-Spreewald
 Gisela Damaschke Berufsverband@nervenarztpraxis-damaschke.de 03546 – 40 38
Märkisch-Oderland
 NN
Potsdam/Teltow-Fläming
 Placzek-Kawan praxplaczekkawan@googlemail.com 03322-233887
Uckermark
 Anette Rosenthal anette.rosenthal@nervenarzt-online.com 03332 – 25 440
 Heike Reißberg h.reissberg@freenet.de 03987 – 53664

Stand 12.8.2015

Ziele und Grundgedanken

Schwer psychisch kranke Patienten erhalten ein komplexes Angebot ambulanter, insbesondere auch aufsuchende Hilfen. Ziel ist es, stationäre Behandlungen wenn möglich zu vermeiden oder diese zumindest zu verkürzen. Der Facharzt übernimmt das Case Management und die Steuerung der Hilfen, Psychiatrische Pflege und Soziotherapie fungieren als Bezugstherapeuten. Für die Dauer der IV-Behandlung (diagnosespezifisch 1 bzw. 2 Jahre) haben Facharzt, Pflege und Soziotherapie eine besondere Verantwortung für den Patienten.

Kurzübersicht

Zielgruppe Schwer psychisch Kranke, die eine intensive Behandlung mit zeitweise auch aufsuchenden Hilfen inkl. home-treatment benötigen
Diagnosen fast alle psychiatrischen Diagnosen (Suchterkrankungen nur als Komorbidität und bei ausreichender Motivation)
Aufnahme-kriterien CGI = 5-7 (mind. deutlichkrank)GAF < 50 (ernsthafte Symptome/Beeinträchtig.)
Ausschluss Manifeste Suchterkrankung, Pflegestufe 2 oder 3, Krebserkrankung, palliative Behandlung
Dauer i. d. Regel 2 Jahre, einige Diagnosen 1 Jahr (Demenz, akute vorübergehende psychot. Störungen, mittelgradige Episode bei rezid. depr. Störung)
Procedere · Termineinstellung durch Praxis· Terminbuchung über Kasse (= Kostenübernahme)

· Information und Aufklärung des Pat.

· Teilnahmeerklärung und Datenschutzblatt wird von Patient unterschrieben

· Verordnung psych. Pflege / Soziotherapie über PIBBnet

· Verordnung an Pflegedienst/ Soziotherapeut über PIBBnet senden

· Behandlungsplan erstellen und über PIBBnet an Kasse und Pflege / Soziotherapeut senden

Eckpunkte · Facharzt übernimmt Case Management des Patienten· Pflegekräfte/Soziotherapeuten fungieren als Bezugstherapeuten

· Kontingent Pflege/Soziotherapie:

o Bei 1 Jahr IV: 75 Stunden

o Bei 2 Jahren IV: 140 Stunden

· Regionale Behandlerkonferenzen 1x im Quartal mit psych. Pflege und Soziotherapie

· Fachpsychiatrischer Arbeitskreis (Fortbildung) mit Hausärzten, Klinik, Krisendienst

· Teilnahme an zentralen Anwenderkonferenzen u. Veranstaltungen der PIBB

Honorierung · Zusätzlich zu EBM-Leistungen monatl. Pauschale für ärztl. Leistungen· Verbesserte Honorierung der psych. Pflege und Soziotherapie

Das Gesundheitsprogramm für psychische Erkrankungen in Zusammenarbeit mit der PIBB – Psychiatrie Initiative Berlin-Brandenburg

Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren,

gern möchten wir Sie über ein Angebot Ihrer AOK Nordost – Die Gesundheitskasse informieren. Gemeinsam mit engagierten und ausgesuchten Partnern der PIBB (Psychiatrie Initiative Berlin Brandenburg) hat die AOK Nordost das Programm Mein AOK-Gesundheitsnetz – Seelische Gesundheit entwickelt. Ziel des Programms ist es, Patienten mit psychischen Erkrankungen eine bestmögliche, individuell abgestimmte, ambulante Versorgung und Begleitung zu gewährleisten. Mit „Mein AOK-Gesundheitsnetz – Seelische Gesundheit“ wird u. a. die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Soziotherapeuten und Pflegediensten gefördert und intensiviert.

Als erster Ansprechpartner begleitet der Psychiater als Arzt des Vertrauens den teilnehmenden Patienten durch die gesamte Therapie. Ausgesuchte Partner stellen dabei eine optimale Behandlung durch eine enge und koordinierte Zusammenarbeit sicher.

Nehmen Sie jetzt teil und profitieren auch Sie von verschiedenen Vorteilen, wie z. B.

    • Ihr Arzt des Vertrauens begleitet Sie intensiv durch die gesamte Therapie und
    • informiert und berät Sie zu verschiedenen Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten,
    • es erfolgt eine schnelle und unbürokratische Vermittlung durch Ihren Arzt des Vertrauens, da er zusätzlich auf ein ambulantes Versorgungsnetzwerk zurückgreifen kann,
    • Ihre Teilnahme ist freiwillig und kostenlos.

Haben Sie noch weitere Fragen zu diesem Angebot? Rufen Sie uns einfach an.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre AOK Nordost – Die Gesundheitskasse

Stand: 12.8.2015

Verordnung psychiatrische Pflege:

 Die Verordnung einer Behandlungspflege, ob somatisch oder psychiatrisch, dient grundsätzlich der Sicherstellung einer ärztlichen Behandlung. Im SGB V, § 37,2 wird dazu die rechtli­che Grundlage definiert, die auch in der integrierten Versorgung ihre Gültigkeit behält. In diesem Kontext sind Leistungserbringer gehalten, sich nach der ärztlichen Vorgabe zu orien­tieren. Diese gesetzliche Grundlage wird im Rahmenvertrag der Regelversorgung mit den Pflegediensten konkretisiert; demzufolge ist eine einseitige Änderung der Verordnungsvor­gabe durch den Pflegedienst nicht zulässig. Allerdings zählt im Kontext einer verordneten Behandlungspflege die Patientenbeobachtung zum essentiellen Aufgabenbereich, in der auch die Notwendigkeit einer Verordnungsvorgabe in der eigenen Häuslichkeit ständig über­prüft werden muss. Sollte eine andere Notwendigkeit beobachtet werden, ist dies dem be­handelnden Arzt sofort mitzuteilen. Um eine gewisse Flexibilität zu gewährleisten, kann so­wohl in der Regelversorgung als auch in der integrierten Versorgung die Verordnung analog einer Bedarfsmedikation vorgegeben werden. Der Pflegedienst ist damit aufgefordert innerhalb der vorgegebenen Definition, den Bedarf zu ermitteln. Diese Bedarfsermittlung muss regelmäßig mit dem Arzt kommuniziert werden.

Eine Verordnung für psychiatrische Krankenpflege in der integrierten Versorgung sollte sich an den Regeln einer Bedarfsmedikation orientieren, mit der gleichzeitigen Aufforderung an die Leistungserbringer, diese, wie bei einer Bedarfsmedikation, nicht automatisch voll auszuschöpfen. Grundsätzlich sollte die Philosophie einer Verordnungspraxis darin bestehen, im Akutfall auch intensives Hometreatment zu ermöglichen, danach aber einen Patienten eher niedrigschwellig zu betreuen, dafür mitunter auch aber langfristiger.

Im Rahmen der eigenen Budgetverantwortung empfiehlt die PIBB, bei einer Erstverordnung für max. 92 Tage nicht mehr als 76 Einheiten zu überschreiten. In der Folgeverordnung sollte eine Degression erkennbar sein, so dass die zweite Quartalsverordnung nicht mehr als 56 Einheiten, die dritte 24 und die vierte 12 Einheiten nicht überschreiten sollte.

Für die psychiatrischen Pflegedienste gelten in der integrierten Versorgung dieselben Bedingungen, wie in der Regelversorgung. Die Einheit einer Behandlungspflege ist nicht zeitlich hinterlegt und es können mehrere Einsätze zusammengelegt werden.

Parallelverordnungen mit der Soziotherapie sollten vermieden und in begründeten Fällen mit der PIBB abgesprochen werden.

Verordnung Soziotherapie:

Die o. g. formellen Bedingungen entsprechen im Wesentlichen auch den Voraussetzungen für die Soziotherapie. Besondere Bedingungen sind:

–      Indikationsausweitung (s. Anlage Vertragsauszug)

–      eine Verordnung (Erst- und Folgeverordnung) wird für max. 92 Tage mit 15 Therapie-einheiten ausgestellt.

Für Leistungserbringer der Soziotherapie gelten in der integrierten Versorgung dieselben formalen Bedingungen der Zulassung etc., wie in der Regelversorgung.

AOK: Übersicht über das Procedere für Pflege und Soziotherapie

Stand 12.8.2015

Procedere zur Leistungsdokumentation

  • Leistungsnachweis psych. Pflege / Soziotherapie anlegen
  • In der Fallansicht (Patienten- Fälle) auf Neues Formular klicken
  • Unter Vorhandenen Fall:  AOK auswählen
  • Unter Formular den entsprechenden Leistungsnachweis auswählen:
    • Leistungsnachweis (HPK Berlin – AOK)
    • Leistungsnachweis (HPK Bandenburg – AOK)
    • Leistungsnachweis AOK (ST)  auswählen
  • Dann auf Anlegen klicken

ACHTUNG:

  • Die Leistungsnachweise für psychiatrische Pflege MÜSSEN monatlich angelegt werden. Sie müssen außerdem jeweils am Ende einer Behandlungswoche enden.
  • Die Leistungsnachweise für Soziotherapie MÜSSEN für den gesamten Verordnungszeitraum angelegt werden. Sie enden jeweils am Ende eines Verordnungszeitraums.
  • Leistungsnachweis psych. Pflege / Soziotherapie ausfüllen
    • Angaben zum Einsatz machen:
      • Datum eingeben
      • Beginn und Ende des Einsatzes angeben
      • Handzeichen-Kürzel eintragen
    • SPEICHERN
    • FREIGEBEN
  • Auf Daten freigeben klicken
  • den behandelnden Facharzt auswählen und In der Spalte unter dem Auge (=Leserechte) anklicken
  • PIBB ist bereits voreingestellt!
  • Speichern und schließen

Siehe auch

Leistungsnachweise

 

 

Procedere zur Abrechnung

Grundlage für die Abrechnung sind Ihre vollständig ausgefüllten Leistungsnachweise.

  • Voraussetzung: Vollständige Eingabe Ihrer Kontakt- und Abrechnungsdaten. Dazu müssen Sie Folgendes tun:
  • Gehen Sie hierzu auf die Startseite www.samedi.de
  • Klicken Sie oben rechts auf „Einstellungen“
  • In der linken Spalte wählen Sie „Klinik/ Praxis/ Firma
  • Es erscheint ein Feld mit Ihren Kontaktdaten. Am Ende dieser Seite unter der Überschrift Abrechungsinformationen geben Sie bitte Ihre IK-Nr., Betriebsstätten-Nr., Ihre  Kontoverbindung und Ihre Steuernummer ein.
  • Zeitpunkt der Abrechnung:
  • Pflege: monatliche Abrechnung
  • Soziotherapie: Es  MUSS  zum Ende eines Verordnungszeitraums abgerechnet werden.

 

  • Abrechnung für Psychiatrische Pflege:
    • Der Termin des 1. Einsatzes definiert immer gleichzeitig den Beginn einer Behandlungswoche. Der Leistungsnachweis MUSSimmer am Ende einer Behandlungswoche enden. Dies ist für die Berechnung der Wochenpauschalen unabdingbar.
      • Bsp.: Der erste Einsatz erfolgt am Mittwoch, 18.1., der Beginn der Behandlungswoche ist also immer am Mittwoch, die Behandlungswoche endet jeweils am Dienstag. Der letzte Eintrag kann für  Dienstag gemacht werden.
      • Die Abrechnung erfolgt spätestens am letzten Tag der letzten Behandlungswoche. Der Zeitraum der Behandlungswoche richtet sich nach dem Wochentag des ersten Einsatzes (siehe Beispiel).
  • Abrechnung für Soziotherapie:
    • Es  MUSS  immer zum Ende eines Verordnungszeitraums abgerechnet werden.
    • Für einen Verordnungszeitraum wird ein Leistungsnachweis angelegt.
    • Die Pauschale für Koordination und Zusammenarbeit in Höhe von 20% der Leistungen wird automatisch berechnet und addiert, sie muss nicht gesondert dokumentiert werden.
      Bsp.: Eine Verordnung wurde für 15 Stunden Soziotherapie ausgestellt; es werden 12 Stunden erbracht; automatisch bei der Generierung des Abrechnungsbelegs werden 20% (=3 Std.) aufsummiert.

 

  • Praktische Durchführung der Abrechnung:
    • Leistungsnachweis vollständig ausfüllen
    • Speichern
    • auf Beleg generieren klicken
    • im neuen Fenster auf Starten klicken, (Beleg wird erstellt), Rechnung und Freigabe kontrollieren
    • Speichern und fortfahren anklicken, (Beleg geht an PIBB-Sekretariat)
    • Fenster schließen.
  • Nach der Abrechnung
  •  ist der alte Leistungsnachweis geschlossen und kann nicht mehr verändert werden,
  • muss ein neuer Leistungsnachweis angelegt werden. Auf dem neuen Leistungsnachweis erscheint als erster Termin (quasi als Erinnerung) noch einmal der letzte Termin des alten Leistungsnachweises. Dieser muss dann mit einem neuen Termin überschrieben werden.
  • Kontrolle der Abrechnung
  • In der Fallansicht ist der Abrechnungsstatus des Leistungsnachweises geändert von offen nach: Rechnung gestellt.
  • Das Formular Abrechnungsbeleg HPK bzw. Abrechnungsbeleg ST kann  in der Fallansicht geöffnet und ausgedruckt werden.
  • Die Rechnungsnummer, die automatisch generiert wurde, kann dem Abrechnungsbeleg entnommen werden:
    • Bei der AOK  beginnt die Rechnungsnr. immer mit den Buchstaben ALA.

Mit dem 2. Quartal 2015  erfolgt die Abrechnung über das DMRZ (Deutsches Medizinrechenzentrum GmbH). Ab dem Abrechnungsmonat Mai erhalten Sie den Rückrechnungsbeleg nicht mehr über samedi, sondern können diesen direkt bei dem DMRZ abrufen. Eine Anleitung dazu ist gerade in Arbeit, Sie finden sie dann in Kürze im QM-Handbuch unter dem Stichwort Rückrechnungsbeleg.
 

Abrechnungsprofil:

Träger, die sowohl Soziotherapie als auch Pflege mit unterschiedlicher IK-Nummer anbieten, benötigen zur Abrechnung zwei Profile in PIBBnet. Ein neues Profil erstellen Sie wie folgt:

  • Auf der Startseite von PIBBnet rechts oben den Button Einstellungen anklicken.
  • Dann in der linken Spalte auf Klinik/Praxis/Firma klicken.
  • Unter der Überschrift Abrechnungsdaten befindet sich der Reiter  Standardprofil. In dieser Zeile ganz rechts finden Sie folg. Symbol ⊕, das Sie zum Erstellen des neuen Profils anklicken.
  • Nachdem Sie dem neuen Profil einen Namen gegeben haben, tragen Sie Ihre entsprechenden Abrechnungsdaten ein.
  • Am Schluss SPEICHERN nicht vergessen!