Tagungsbericht GUT VERNETZT 2026
Am 3. Juni hat inzwischen schon zum fünftenmal die Tagung GUT VERNETZT des VPSG und der PIBB in Berlin Mitte stattgefunden. Diesmal standen zwei Schwerpunktthemen im Vordergrund: die Psychotherapie bei Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen und die Kooperation zwischen ambulantem und stationärem Bereich.
Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des VPSG Annette Rindtorff gab es ein persönlich vorgetragenes Grußwort von Frau Kusserow, Landesbeauftragte für psychische Gesundheit Berlin, in dem sie die Bedeutung des ambulanten und psychosozialen Systems für die Versorgung psychisch erkrankter Menschen wertschätzend zum Ausdruck brachte. Im Anschluss daran berichtete Dr. Michael Krebs über den aktuellen Stand, aber auch die Defizite und Lücken in der Versorgung psychisch Kranker und ging dabei auch auf die zu erwartenden negativen Auswirkungen des geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes auf die Ambulante Komplexbehandlung ein.
Danach folgten im ersten Teil der Veranstaltung zwei Vorträge zum Schwerpunktthema Psychotherapie: Dr. Dipl.-Psych. Lea Gutz, Vizepräsidentin der Psychotherapeutenkammer, stellte in ihrem Beitrag die besondere Situation, Bedarfe und Herausforderungen der Psychotherapie psychisch schwer erkrankter Patient*innen dar. Dip.Psych. Jürgen Voigt beschrieb den langen Weg der Anerkennung der Psychotherapie als geeignetes Behandlungsverfahren auch für SMI-Patient*innen und aktuell existierende Behandlungsansätze für diese Gruppe.
Den 2. Teil eröffnete PD Dr. Stefanie Schreiter von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Campus Mitte mit einem Vortrag über Ergebnisse der Befragung im Rahmen eines Innofond-Projekts zum Entlassmanagement. Dabei sparte sie auch kritische Punkte nicht aus und benannte einen deutlichen Verbesserungsbedarf in der Praxis des Entlassmanagements. Constanze Liebe, Vorstand der ADA und Geschäftsführerin eines Ärztenetzes in Westfalen-Lippe stellte die vielfältigen Aktivitäten des Netzes zur Stärkung der Kooperation zwischen niedergelassenenen Ärzten und Klinik (Stichworte: Palliativ- und Wundversorgung) dar. Uwe Wegener von bipolaris ging auf die Sicht der Betroffenen bei dem Übergang von der Klinik in das ambulante System ein und betonte, dass stets die individuellen Bedürfnisse und die jeweilige Situation des Betroffenen dabei berücksichtigt werden müssen. Zum Abschluss schilderten Frau Glasauer von ExPeerienced e. V. und Frau Aßfalg und Frau Mahling vom Landesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen Berlin ihre Eindrücke von der Tagung.
Die Präsentationen der Vorträge finden Sie hier:
Krebs Präsentation
Gutz Präsentation
Voigt Präsentation
Schreiter Präsentation
Liebe Präsentation
Wegener Präsentation und Vortrag
Impressionen

