Das Leitbild

Das Leitbild der vereinbarten Integrierten Psychiatrischen Versorgung ist gekennzeichnet durch:

  • die Konzentration auf die Situation und Belange schwer psychisch Kranker
  • eine Körper und Seele erfassende, ganzheitliche Wahrnehmung des Patienten, d.h. Berücksichtigung seiner biologisch-medizinischen, biographischen und sozialen Situation
  • Patientenorientierung versus Institutionsorientierung
  • Partizipative Entscheidungsfindung
  • Orientierung auf die Ressourcen des Patienten und seines Umfeldes
  • Berücksichtigung der Belange der Angehörigen
  • ein umfassendes Therapiekonzept mit medizinisch- pharmakologischen, (methodenübergreifend-integrativen), psychotherapeutischen, sozialen und pflegerischen Interventionen sowie ergänzenden Therapiemaßnahmen
  • Beziehung als entscheidendem Wirkfaktor und Bezugstherapeuten als zentralem Steuerungsmoment
  • koordinierte Vernetzung der Therapeuten im gemeindepsychiatrischen Verbund

Die vereinbarte Integrierte Versorgung folgt historisch der „Psychiatrie-Enquète“ (1975) und den „Empfehlungen der Expertenkommission der Bundesregierung“ (1988) und ist konsequent dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ verpflichtet.